Mit Naturkosmetik gegen Schuppen

Schuppen - ein Thema, mit dem viele Menschen zu kämpfen haben und das man nur schwer los wird, wenn man nicht weiß woher sie kommen und was wirklich gegen sie hilft. Wir möchten Ihnen gerne einen kleinen Ratgeber an die Hand geben, der Ihnen hilft die lästigen weißen Krümelchen dauerhaft los zu werden.

Was sind Kopfschuppen?

Zu allererst müssen wir klären, dass es sich in unserem Beitrag nur um Kopfschuppen dreht. Dabei handelt es sich um abgestorbene Hautzellen, die sich auf der Kopfhaut ablagern. Dabei gibt es aber nicht Die eine Art von Schuppen, sondern man kann 3 Formen unterscheiden, die wir Ihnen gerne näher vorstellen möchten. 

Seborrhoe oleosa

Diese Art von Kopfschuppen entstehen durch eine Überfunktion der Talgdrüsen, die zu fettigen Schuppen führt. Oft sind Kinder und Jugendliche in der Pubertät von diesen Symptomen betroffen. Dazu kommen oft schnell fettende Haare und ein fettiger Glanz auf der Haut, der besonders auf der Stirn sichtbar wird. 

Seborrhoe sicca

Zusätzlich zur Überfunktion der Talgdrüsen, leiden hier die Betroffenen zusätzlich unter einer zu schnellen Verhornung der Oberhaut. Die verdickte Hornschicht saugt das überschüssige Fett auf und dicke Talgschuppen sind das Ergebnis. Oft ist der Haaransatz der Betroffenen fettig und die Kopfhaut wirkt wachsartig und stumpf.

Sebotase

Im Gegensatz zu den anderen beiden Formen werden hier die Schuppen durch eine Unterfunktion der Talgdrüsen hervorgerufen. Haut und Haare wirken schnell glanzlos und es treten viele kleine Schuppen auf, die einem schnell mal auf die Schultern rieseln und einen aussehen lassen, als hätte es gerade geschneit. In Verbindung mit der trockenen Kopfhaut sind Betroffene oft von einem starken Juckreiz geplagt. 

Was verursacht Schuppen?

So wie sich die Haut auf dem Kopf verhält, ist sie meistens auch am Rest des Körpers. Ob man trockene oder fettige Haut hat, ist in den meisten Fällen angeboren, wird aber durch äußere Einflüsse zusätzlich bestimmt. 

Eine eh schon trockene Kopfhaut kann durch heißes Wasser, zu warme Föhnluft oder aggressive Shampoos weiter ausgetrocknet werden. Die Wärmeeinwirkung trocknet zusätzlich aus, was die Bildung von kleinen Schuppen begünstigt. 

Neben der überhöhten Talgproduktion können für eine fettige Kopfhaut auch Erkrankungen wie die Schuppenflechte oder ein Pilzbefall verantwortlich sein. Für einen Pilzbefall ist meistens ein Hefepilz verantwortlich, der sich zusätzlich unter den Schuppen ansiedelt und zum vermehrten Abbrechen der Haare oder sogar Haarausfall führen kann. Eine stärkere Schuppenbildung, Pusteln, eine wässrige Haut und Vereiterungen können weitere Folgen des Pilzbefalls sein. 

Manche Menschen benutzen irrtümlicherweise Anti-Schuppen-Produkte, obwohl sie eigentlich gar keine richtigen Schuppen haben. Oft werden Überreste von Haarprodukten fälschlicherweise für Schuppen gehalten.  Diese Überreste finden man oft am Ansatz und am Hinterkopf und im Nacken, was auf ein ungründliches Waschen und schlechtes Ausspülen von Haarprodukten zurückzuführen ist. Produktablagerungen stehen oft im Zusammenhang mit Produkten, die Silikone oder Fruchtwachse enthalten. Aber auch Haarspülungen, die bis auf die Kopfhaut aufgetragen werden, können Ablagerungen hervorrufen. Gerade das in vielen konventionellen Stylingprodukten verwendete Acrylharz lässt sich schwer auswaschen und bleibt oft auf der Kopfhaut zurück. 

Ein weiterer Einflussfaktor auf die Bildung von Schuppen ist der Säure-Basen-Haushalt des Körpers. Ist dieser gestört und der Körper übersäuert, kann sich das auf die Kopfhaut auswirken.Das liegt daran, dass der Körper dieses Ungleichgewicht ausgleichen möchten, indem er versucht überschüssige Säuren über die Haut und den Schweiß auszuscheiden. Nach dem Verdunsten des Schweißes, bleibt die Säure auf der Haut übrig, was sich gerade auf dem Kopf durch Schuppen bemerkbar macht. Die Funktion der Zellen und die Durchblutung werden gestört.

Schuppenbildung im Zusammenhang mit konventionellen Shampoos

Konventionell hergestellte Anti-Schuppen-Shampoos wie die von „Head&Shoulders“ versprechen ein sofortiges Verschwinden der Schuppen, was sie meistens auch im ersten Moment einhalten können. Dabei werden die Schuppen jedoch nur durch den Einsatz aggressiver Wirkstoffe von der Kopfhaut abgelöst. Außerdem entsteht eine Art Abhängigkeit von dem Produkt, da es nur die Symptome und nicht die Ursachen bekämpft. Sobald ein konventionelles Anti-Schuppen-Shampoo abgesetzt wird, kehren die Schuppen meistens genauso schnell zurück, wie sie verschwunden sind. Zu den aggressiven Bestandteilen von herkömmlichen Anti-Schuppen-Shampoos gehören Zinkpyrithion, Selendisulfid und Climbazol. Bei sensibler Haut können diese Inhaltsstoffe zu Hautreizungen und Juckreiz führen. Climbazol gehört zu den halogenorganischen Verbindungen, die im Verdacht stehen krebserregend zu sein. Zinkpyrithion hemmt das Zellwachstum eines Hefepilzes, was den Hefepilz und die Schuppenbildung bekämpft. 

Die meisten konventionellen Schuppen-Shampoos enthalten neben den Anti-Schuppen-Wirkstoffen auch noch andere Inhaltsstoffe, die eine gereizte Kopfhaut noch weiter aus dem Gleichgewicht bringen können. So zum Beispiel das häufig verwendete Sodium Lauerte Sulfat, das dafür sorgt, dass ein Shampoo schön schäumt und Schmutz aus den Haaren entfernt. Dieser aggressive Stoff trocknet eh schon trockene Kopfhaut weiter aus, was die Schuppenbildung wieder begünstigt. Andersherum signalisiert es fettiger Kopfhaut noch mehr Talg zu produzieren, da eine starke Entfettung der Kopfhaut eine vermeintliche Dürre signalisieren kann. 

Was unterscheidet natürlich Shampoos von konventionellen Shampoos?

Naturkosmetik-Shampoos setzen im Gegensatz dazu auf die Kraft aus der Natur. Durch die verschiedenen Zertifizierungen ist es Naturkosmetikprodukten von vornherein untersagt bestimmte, schädliche Inhaltsstoffe in ihre Rezepturen mit aufzunehmen. In ihnen findet man z.B. Extrakte aus Rosmarin, Kornblumen, Weidenrinde, Walnusschalen, Birkenrinde, Brennnessel oder Thymian. Diese Pflanzenextrakte sollen das Gleichgewicht der Kopfhaut wieder herstellen und damit eine der Ursachen für Schuppen bekämpfen. Inhaltsstoffe wie Propolis und Teebaumöl sind sogar entzündungshemmend und lindern den Juckreiz, weshalb sie gerne bei Ekzemen zum Einsatz kommen. 

Wie lassen sich Schuppen mit natürlichen Mitteln behandeln?

Es gibt zahlreiche Methoden um Schuppen zu bekämpfen. Allerdings ist die Wirksamkeit individuell unterschieden, da jede Kopfhaut unterschiedlich ist und Schuppen viele verschiedene Ursachen haben können.

Kopfhautbürste

Bei dieser Methode reinigen Sie Ihre Kopfhaut mechanisch, fast wie ein Peeling. Die Durchblutung der Kopfhaut wird angeregt und alte Hautschuppen werden herausgebürstet. Diese Methode können wir zur Entfernung von Produktablagerungen empfehlen, die schnell mal wie Schuppen aussehen können. Zum schonenden Bürsten der Kopfhaut empfiehlt sich eine Wildschweinborstenbürste, die nicht nur die Hautschuppen entfernen, sondern auch Ihre Haare pflegen kann. 

Haare waschen mit Seife

Oft hängen Schuppen mit einer Übersäuerung der Kopfhaut zusammen, die man gut mit einer Haarseife in den Griff bekommen kann. Dazu waschen Sie einfach 2-3 Haarwäschen mit einer etwas basischen Haarseife, um der Übersäuerung entgegen zu wirken. Die Seife lässt den pH-Wert der Kopfhaut etwas ansteigen, was gut ist gegen Juckreiz und ein Brennen der Kopfhaut. Nach der Seifenwäschen verwenden Sie wieder für 2-3 Haarwäschen ein normales, mildes Naturkosmetikshampoo. Diesen Rhythmus behalten Sie solange bei, bis die Schuppen auf Ihrem Kopf weniger geworden sind. 

Salzwasser

Eine andere Art der Entäußerung ist der Einsatz eines stark verdünnten Salzwassers, welches auch einen leicht basischen pH-Wert hat. Dazu legen Sie einfach ein Bruchstück eines Himalaya-Salzkristalls in 1 Liter warmes Wasser bis sich dieser aufgelöst hat. Dann füllen Sie 50ml in eine Verdünnerflasche und tragen das Salzwasser nach dem Haarewaschen auf die Kopfhaut auf. 

Befreiung vom Kopfhautpilz

Teebaumöl ist ein effektives und natürliches antimykotisches und antibakterielles Mittel, das gut gegen einen Kopfhautpilz verwendet werden kann. Lösen Sie dafür 1-3 Tropfen Teebaumöl in 50ml Wasser auf. Dieses Haarwasser verteilen Sie auf der gewaschenen Kopfhaut, massieren es ein und lassen es eine Weile einwirken. 

Brennnesselblätter

Auch ein Sud aus Brennnesselblättern ist ein wirksames Mittel gegen Schuppen. Dafür können Sie frische Blätter verwenden, deren Erntezeit Ende Juli ist, oder auch getrocknete Blätter aus der Apotheke, dem Reformhaus oder Bioladen. Für den Sud übergießen Sie einen gehäuften Teelöffel mit einem viertel Liter kochenden Wasser und lassen dieses 20 Minuten ziehen. Anschließend können Se den Sud auf die Kopfhaut geben. 

Achtung: Diese Anwendung ist nicht für blonde Haare geeignet, da der Sud einen Grünstich in den Haare hinterlassen kann. 

Lavaerde

Tonmineralerde ist seit jeher ein schonendem Waschmittel, das in der Lage ist die Talgproduktion zu regulieren. Die Schuppen werden durch die körnige Lavaerde entfernt, was mit einem leichten Peelingeffekt zu vergleichen ist. Lavaerde enthält außerdem viele Mineralien und greift nicht den Schutzmantel der Haut an. Sie erhalten Lavaerde zum Waschen entweder als Pulver, das erst in Verbindung mit Wasser zum Shampoo-Ersatz wird oder bereits als fertiges Produkt.